Sanddornturm im Jasminweg
Landmarke Sanddornturm
In leuchtendem Hellrotorange und hellem Grün erhebt sich im nördlichen Karlsruher Stadtteil Neureut-Heide ein gut acht Meter hoher Kletterturm mit Rutsche. Er ist die Landmarke des neuen Spielplatzes: Orangefarbene Kugeln wie Sanddornbeeren und feine Blätter aus Holz bekrönen den Turm und sind weithin sichtbar. Kinder aller Altersgruppen und mit verschiedenen Voraussetzungen können im Quartierspark am Jasminweg unter anderem klettern, balancieren, verstecken und mit Sand spielen.
Wo eine weitflächige Reihenhaussiedlung an ein Naturschutzgebiet mit dem Heidesee, mit Mountainbike-Trail und mit Spazierpfaden grenzt, befindet sich eine Spiel- und Sportanlage. Der Park ist umgeben von hohen, windschützenden Hecken und Bäumen auf einer Böschung. Nicht nur eine Spielwiese, ein Basketballkorb und Volleyballfeld, sondern auch der neu gestaltete Spielplatz „Jasminweg“ animieren zu Bewegung an frischer Luft.
Die Wohngegend mit aneinandergereihten Einfamilienhäusern ist durchzogen von Straßen, die nach Stauden, Kräutern und Ölbaumgewächsen benannt sind: Arnika, Bocksdorn, Goldregen, Salbei, Schwarzdorn usw. Wo der für den Spielplatz themengebende Sanddornweg und der Jasminweg aufeinandertreffen, erstrecken sich gesäumt von Bäumen und parallel zum in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Sanddornweg zwei Spielbereiche.
Der integrative Kleinkindbereich
Für die kleineren Kinder ist die südliche Spielanlage auf runder Grundfläche mit Sand als Fallschutz gestaltet: Inmitten der Fläche steht eine Sand-Rutsch-Hütte. Die Stelzenhütte aus Holzbalken und mit Orange-Grüner Farbgestaltung hat ein 59 cm hohes Podest und eine Kastenrutsche in ein Meter Höhe. Darüber hinaus kann sowohl vom Podest als auch vom Boden aus mit der Sandrinne aus Holz, dem Sandaufzug mit Gummieimer an Kette gespielt werden. Vom Weg aus anfahrbar ist der 50 cm hohe Sandspieltisch: Hier verlocken Sandaufzug, eine Sandrinne und ein Sieb zum Spielen. Daneben reiht sich die ebenfalls anfahrbare Spielwand mit dem Fingerspiel Tic-Tac-Toe, sowie zwei Spieltresen in den Höhen 45 cm und 60 cm.
Außerdem lädt eine Eltern-Kind-Schaukel zum gemeinsamen Schaukelerlebnis ein. Zwei freundlich blickende Wipp-Schafe stehen in der Nähe einer Bank auf der Rasenfläche. Auch auf Rasen als Fallschutz steht eine Nestschaukel.
Kletteranlage mit Rutschenturm als Highlight
Von Hecken begrenzt ist der Picknicktisch samt Bänken. Dahinter erstreckt sich länglich der Bereich für die größeren Kinder bis 14 Jahre: eine zusammenhängende Spielanlage mit vielen verschiedenen Kletter-, Hangel- und Balanciermöglichkeiten mündet im Turm. Verschiedene Ein- und Aufstiege werden angeboten: Vom Weg anfahrbar ist das Chillnetz. Die Konstruktion aus Eichenholzstämmen, in die das Netz aus Tauwerk gespannt ist, beginnt in 40 cm Höhe und geht in die ansteigende Mikado-Kletterkonstruktion über. Auch insgesamt fünf höher werdende Balancierteller und Poller leiten vom Sand in die Mikadostruktur hinein. Kletterziele sind in der Struktur zwei Sitzkisten. Diese sind wiederum auch über eine Seilleiter zu erreichen. Weiter Richtung Turm leitet die Hangelstrecke, auf die eine Tellerbalance folgt. Noch mehr Klettern ist am Turm möglich. Über Kletternetze und Seilaufstieg an drei Stellen gelangen die Kinder zu den Ebenen. Im Inneren des Turms gibt es insgesamt vier Podestebenen, die aus Eichenholzdielen bestehen: Die Kinder können wahlweise Höhen von 1, 90 m, 2,65 m, 3,40 m oder 4,40 m erklimmen und dann per Röhre oder Stange nach unten sausen oder wieder per Kletternetz hinuntergelangen. Von der ersten Ebene führt eine vertikale Rutschstange aus Edelstahl zum Boden, von der zweiten Ebene in fast 3,50 m Höhe eine Röhrenrutsche, die ebenfalls aus Edelstahl besteht.
Selbstverständlich unter Beachtung des sicheren Fallraums und der Auslauffläche der Rutsche gehören noch Klimmzugstangen zu der Kletteranlage mit viel Spielwert auf einer schmalen Fläche.
Farbigkeit, Material und Konstruktion
Wie auch der Kleinkindbereich ist die große Kletteranlage in Sanddornfarben gehalten: Orange, Weißgrün und Dunkelgrün.
Während die komplexe Mikado-Balancier- und Kletterkonstruktion aus Eichenholzstämmen gefertigt ist, bestehen die Pfosten des an fast acht Meter hohen Rutschenturms aus orangefarben lackierten Stahlrohren. Verkleidet ist der Turm mit grün lackiertem Eichenholz, das zwischen den senkrecht montierten Lücken und damit Lichteinfall und Sicht zulässt.
Nachhaltige und langlebige Materialien wie PEFC-zertifiziertes Eichenholz sowie in der eigenen Werkstatt geschweißte Fenstergitter aus Edelstahl bieten die beste Grundlage für eine robuste und solide Spielanlage, die lange Spielspaß bereiten soll.
Mehr zur Entstehung und zum Verfahren auf der Website vom Bürgerverein Neureut-Heide e. V.:
Der neue Quartierspielplatz am Jasminweg sieht so aus.
Baujahr
2026
Standort
Jasminweg, 76149 Karlsruhe-Neureut
Auftraggeber
Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt
Entwurf
Zimmer.Obst GmbH, Spreenhagen
Herstellung
Zimmer.Obst GmbH, Spreenhagen
Fotos
Christo Libuda (Lichtschwärmer)










